Wir alle kennen, oder haben zumindest schon einmal etwas von den Foltermethoden und Hinrichtungen im Mittelalter gehört. Ein Mensch wird für schuldig erklärt und dafür bestraft. Oft auch mit dem Tod.
Diese Zeiten sind zum Glück vorbei – möchte man meinen. Von Demokratie, allgemeiner Meinungsfreiheit und Menschenrechten sei unsere „heile“ Welt im 21. Jahrhundert geprägt. Doch das ist nur die eine Seite der Medaille…
Traurige Wahrheit ist, dass in China die Todesstrafe als übliche Hinrichtungsmethode eingesetzt wird. Regelmäßig. Früher wurden die Menschen, die offiziell als schuldig galten, auf ein Feld gebracht und dort erschossen. Nun hat sich Pekings Justiz entschieden, in Zukunft öfter mit Gift zu töten. Ist ihrer Meinung nach nicht so schlimm, wie eine Kugel in den Kopf und als netter Nebeneffekt billiger. Wie schön, dass man hier an die Wirtschaftlichkeit denkt!
Diese „Rücksicht“ kam für einige Menschen zu spät, die ihre Unschuld nicht mehr beweisen konnten und Opfer einer Reihe von Fehlurteilen wurden. Durch das vermehrte aufkommen von Unruhen wegen dieser Fehlurteile, beschloss der oberste Gerichtshof nun, doch besser selbst das Morden zu übernehmen. Vielleicht steckt hier der Ansatz von etwas Ähnlichem wie einem Gewissen.
Traurig, das das zur Realität des 21. Jahrhundert gehört…